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Alice Springs, The Ghan, Darwin

Freitag, Februar 12th, 2010

Nach einem Spaziergang durch Alice Springs und dem Besuch im Museum of Central Australia haben wir unser Gepäck in der Train Station eingecheckt und nach längerem Warten durften wir einsteigen. Der Gahn ist schon vor Jahren in die Jahre gekommen… die Sitze sind sehr unbequem und mit alten Trays ausgestatten. Jedes Flugzeug ist bequemer. Die Sicherheitschecks haben sie sich wohl auch vom flying business abgeschaut. Kurz vor der Abfahrt wurden die „doors secured“. Wir sind jedenfalls öfters mit Schmerzen aufgewacht. Die Reise dauert von Alice Springs nach Darwin fast 24 Stunden, davon sind 3 Stunden Aufenthalt in Katherine. Die Landschaft war sehr schön und man sah, wie die Flora tropischer wurde.

In Katherine haben wir uns das Städtchen angeschaut und konnten endlich wieder eine anständige Toilette benutzen. Ansonsten war Katherine nicht gerade spektakulär. Kurz vor Darwin wurden wir darauf hingewiesen, dass wir bis zum vollständigen Stopp des Zuges hinsitzen sollten und erst aufstehen und aussteigen sollten, nachdem die Zugbegleiter die Türen gesichert und uns per Durchsage gemeldet haben, dass es JETZT sicher ist auszusteigen. Das einzige was mir gefehlt hat, um mich wirklich sicher zu fühlen an Bord, war ein Sicherheitsgurt bei 85 km/h. Und Stefan fand, dass der Röntgen-Scan des Gepäcks gefehlt hat. Wir hoffen, dass die da bald Nacktscanner einführen werden. Ein bisschen mehr Sicherheit sollten man uns Europäern schon bieten, damit wir uns in nem Bummelzug voller Rentner wohl fühlen. Endlich in Darwin angekommen, sind wir schnell mit dem Shuttle Bus in der Stadt gewesen (die Bahnhöfe sind meistens ausserhalb) und haben im Value Inn erstmal geduscht. Da es schon recht spät war, haben wir schnell was gegessen und noch einen Spaziergang über Darwins Esplanade gemacht.

Kaum sind wir morgens aus dem Hotel ausgecheckt ist uns gleich mal schon um 9 Uhr morgens die feuchte tropische Hitze (32°) wie eine Wand entgegengeschlagen und man war sofort wieder klatsch nass. Erst mal Kaffee gesäuselt und mit Wasser versorgt sind wir dann planlos in der Gegend herumgeschländert und haben dann noch 2 Aboriginal Bilder, die wir in Cooper Pedy gekauft haben nach Kanada verschiffen lassen, da wir keine Lust mehr hatten, die immer mit herum zu tragen. Dann gingen wir in Richtung Wasser und haben alte Erdöltunnel aus dem WWII angeschaut und sind dann über den Wharf1, das neue Hafenviertel, geschlendert. Dann müsste sich Dominik den halben Tag Stefans Keiferei anhören, wieso die an der Promenade eine Sackgasse eingebaut haben, wo auf dem Plan keine war und wir alles wieder zurück laufen mussten. Den restlichen Tag sind wir dann mehr oder weniger im Bicentennial Park herumgehangen und in diversen Pubs und haben im Park grüne Ameisen gesehen, die aus Blättern Nester bauen (sah echt cool aus, leider sehr angrifflustig die Dinger). Um 22 Uhr haben wir dann den Shuttle zum Flughafen genommen. Um 03:30 hiess es dann einchecken und um 05:05 hob dann endlich unser Jetstar Flug (A321) nach Cairns ab.

A brief update in English: After a strall through Alice Springs we visited the Museum of Central Australia then checked in our luggage and waited for the train to depart. The Ghan has quite aged … the seats were very unconfortable and equipped with old trays, most airplanes offer more comfort. They were executing saftety checks that we only know from airplanes. Before the departure the doors were „secured“. Our backs and everything else hurt. The journey from Alice Springs to Darwin took us almost 24h, of which we had to wait 3h in Katherine.

In Katherine we enjoyed a clean toilet and breakfast, apart from that the town is nothing special. Before arriving in Darwin we were advised to remain seated until the train had come to a full stop and we were reminded to not stand up until the crew tells us it would be safe to. After the doors had been secured and the crew had told us that it is NOW safe to step off and leave the train we left that circus. The only thing that was missing to feel safe were seatbelts (at 85kph) and an X-ray scan before boarding the train. For the future we would advice full naked body scanners and hybernation during the trip. They should offer us Europeans a little bit more to feel safe on such a tiring train with lots of retired people. After our arrival in Darwin we had a quick shower, a quick supper and then went for a late walk into town.

After checking out the next morning we felt a wall of tropic humid heat when we left the hotel. We were instantly wet again. After a small breakfast we walked through town towards the harbour and visited the WWII oil tunnels of Darwin. Then we had a strall at the Wharf1 a completely newly built area at the harbour with a little lagoon. The rest of the day we spent in Bicentenial Park and some pubs. At 10 p.m. we took the shuttle to the Airport. At 3:30 a.m. we checked in and finally departed at 5:05 a.m. to Cairns.

Das waren jetzt nochmals ca. 1’500km womit wir mittlerweile 8’400km zurückgelegt haben!
Up to know we have travelled 8.400 km including the 1.500 km train ride!

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Das Outback

Montag, Februar 8th, 2010

Tag 1: Wir wurden morgens als erste von 14 Personen um 6:05 von Arnie unserer Tour-Guide abgeholt. Hier trafen wir auch Marina wieder, welche schon die Great Ocean Road Tour mit uns mitmachte. Arnie (wer weiß woher der Spitzname kommt, vielleicht von Arnold Schwarzenegger) ist eine kleine blonde leicht hyperaktive, sehr nette und anpackende Person mit viel „Pfeffer im Arsch“. Jedenfalls führte uns unser weg mit einem Kleinbus aus Adelaide raus in Richtung Flinders Ranges. In Clare machten wir Halt für ein spätes Frühstück und fuhren dann nach Quorn, wo wir für 2 Tage unser Lager bezogen. Nach selbstgemachten Chicken Burritos fuhren wir zum Dutchman Stern, wo wir bei 30 Grad Hitze, sehr viel Schweiß und sich leerenden Wasserfalschen den Berg hinauf schleppten um die tolle Aussicht über die Flinders Ranges zu genießen, was uns beide gesundheitlich ein bisschen an unsere Grenzen trieb. Jedoch oben angekommen, war schnell alles wieder unter Kontrolle. Wir freuten uns wahnsinnig auf eine kühle Dusche und aßen, dann mit den anderen „Einheimisches“ vom Grill zu Abend (Känguru-Steak, Emu-Burger und Kamel-Würstchen), alles wirklich sehr lecker. Wir ließen mit den anderen den Abend zusammen ausklingen und erfuhren interessante Dinge aus dem Leben unserer Tourmitglieder.

Tag 2: Das Wetter ist ein bisschen schlechter geworden, aber angenehm kühl um die Wilpena Pound zu besteigen. Das wie ein Becken geformte Gebiergsmassiv ist ein Highlight in den Flinders Ranges. Die Yourambulla Caves – wir haben uns eine Höhle vorgestellt – waren ein Felsvorsprung der mit Aboriginal Zeichnungen bedeckt ist. Nach eine Abstecher nach Kanyaka Homestead, einer Ruine einer Schafzüchter Siedlung aus dem 19. Jahrhundert und einem Besuch bei den scheuen Yellow Footed Rock Wallaby im Warren Gorge erwartet uns zuhause das Abendessen und ein geselliger Abend in Quorn.

Tag 3: Der Sonnenaufgang auf dem Weg nach Coober Pedy hat das frühe Aufstehen um 04.30 Uhr ein wenig entschädigt! Unser Weg führte uns an riesigen Salzseen vorbei, die ein Überbleibsel eines Binnenmeers sind. Dort konnten wir einige Funktionen der Kamera ausprobieren. Nach ca. 500km erreichten wir Cooper Pedy, eine Minenstadt, in der die meisten Leute aufgrund der Hitze unterirdisch wohnen und wo ca. 90% aller Opale weltweit herkommen. Wir bekamen eine für Touristen abgeschmeckte Tour durch eine Opalmine und eine Opal Schleifvorführung von einer Frau, die kurz zuvor einen Zahn gezogen bekam (der Zahnarzt kommt immerhin alle 6 Wochen vorbei dort!) und daher ein paar kleine Sprachprobleme erlebte. Danach endete die Tour im Shop der Opalmine (war ja irgendwie klar oder?) Die hatten aber echt mega tolle Sachen. ;) Abends ging’s dann in eine Kunstgallerie mit Aboriginie-Werken. Die Inhaber sind gleichzeitig Auffangstation für Känguru-Waisen, die dort versorgt und wieder aufgepäppelt werden. Wir durften sogar eines selbst halten und streicheln. Und es war uns auch neu, dass Kängurus extreme Liebhaber von Wasabinüssen und Rotwein sind. Abens waren wir dann alle zusammen Pizza  Essen.

Tag 4: Wieder sind wir extrem früh aufgebrochen, da heute die sehr sehr lange Fahrt nach Yulara begann, um Abends den Camping-Platz zu beziehen, und noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Uluru (Ayers Rock) anzukommen, welchen wir mit Sekt und Crackern auch sehr beeindruckend fanden. Zuvor machten wir noch mit unserem Guide den Mala Walk, wo wir sehr interessante Facts über die Entstehung des Monolithen und die Aboriginy-Kultur erfuhren. Auch sehr interessant war der Besuch im Aboriginy Cultural Center, welcher uns die kulturelle und spirituelle Bedeutung des Uluru für die Ureinwohner näher brachte.

Tag 5: An diesem Morgen kamen wir vor Sonnenaufgang am Uluru an. Danach machten wir bei noch mäßiger Hitze den 12 km langen Spaziergang um den Monolithen. In bestimmten Abschnitten waren keine Photos erlaubt, da hier religiöse Städten der Aboriginees zu finden waren. Danach ging’s zu Kata Tjuta (die Olgas), welche sogar ein noch bedeutsameres Wunder in der Aborginee-Kultur darstellen. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf in Richtung Kings Canyon zu unserem Zeltplatz, wo wir abends den Geburtstag eines Tourmitglieds feierten.

Tag 6: Am letzten Tag der Outback-Tour bestiegen wir den Kings Canyon und liefen an dessen Kamm entlang. Dieser sah ein wenig aus wie der Grand Canyon. Dort wurden auch Szenen des Films Priscilla-Queen of the Desert gedreht und sogar eine Felsspalte nach dem Film benannt (Priscilla’s Crack – Priscillas Ritze/Spalte) nach einer kleinen Snackpause im „Garden of Eden“ machten wir uns wieder auf zum Abstieg und brachen nach dem Mittagessen die lange Fahrt nach Alice Springs, der 20.000 Seelen-Wüstenmetropole an. Dort konnten wir uns endlich unserer Fliegennetze entledigen. Abends trafen wir uns noch alle zu einem Abschiedsessen im BOJANGLES, einer Art Western Saloon, wo wochenends der Bär steppt.

Welcome to Alice Springs oder anderst gesagt: endlich mal wieder ausschlafen. Nach ein paar kleinen Einkäufen gingen wir zu Fuß ins Städtchen über den Todd-River. River (Fluss) ist vielleicht etwas übertrieben, denn Wasser gibt’s hier nicht. Alle paar Jahre führt er dann mal Wasser, dann aber auch richtig viel. Es gibt hier sogar ein Hostel, welches mit dem ultimativen Uferblick auf den Fluss wirbt. Ähm, Moment! Da war doch was: Welcher Fluss denn bitte? Naja ein nettes Bild gab’s trotzdem ab. Dann gab’s nen Ausflug zum Royal Flying Doctor Service-Museum, wo wir etwas über die Entstehung und der Organisation der Gesellschaft erfuhren. Danach ging’s zum ANZAC-Hill, wo wir das Panorama über Alice Spring fotografierten (genossen wäre übertrieben).

Morgen jedenfalls schauen wir uns das ein oder andere noch in Alice Springs an, bevor es dann abends mit dem Ghan nach Darwin geht. Detailierte Karte am Ende der Seite.

A brief update in English:
Day 1: At 06:05 we were picked up as 2 of 14 people by Arnie our Tourguide. We were driving from Adelaide to the Flinders Ranges passing by Clare were we had a late breakfast. We then continued to Quorn where we were based for the following two days. After lunch we went climbing Dutchman Stern at 30 Degrees, were sweating like hell and the water bottles got emptier and emptier. Back in the base we had a quick shower and some Australian BBQ (Kangaroo-Steak, Emu-Burger und Camel-Sausages), very yummie actually.

Day 2: It cooled down a little which was the perfect condition to climb Wilpena Pound that day. Then we visited the Yourambulla Caves to have a look at some ancient indigenous wall paintings. Then we went to Warren Gorge in order to see some of the very shy Yellow Footed Rock Wallabies. Then we went back home for dinner and another relaxing evening with the others.

Day 3: We had to get up at 04.30 but were then rewarded with a beautiful sunrise. We passed by giant salt lakes. So we could play around a bit with our camera. After 500km we reached Cooper Pedy, a mining city. 90% of all the worldwide Opals come from this place, where it is so hot, that people live in underground caves. We got a demonstration on how opals are processed and then were (of course) brought into the shop. They really had great stuff there. Afterwards we went to an art gallery with aboriginal art. The owners care for orphaned kangaroo babies. We were allowed to hold and pet them. We were told that kangaroos are extremely fond of Wasabi Nuts and Red Wine :)

Day 4: We had to get up very early again to start our long drive to Yulara. We reached the camp ground there in the evening to make it to Uluru (formerly Ayers Rock) right before sunset, which we enjoyed with bubbles and crackers. Before sunset we also made the Mala Walk and got to know interesting facts about how Uluru geologically evolved and facts about its spiritual significance to the aboriginal culture.

Day 5: Getting up early again we could enjoy the sunrise at the foot of Uluru. We then made the 12km walk around the rock. At specific spiritual sites no photos were allowed. Then we went to Kata Tjuta ( meaning many heads, formerly The Olgas), which have an even greater spiritual significance in aboriginal culture. After lunch we made our way to Kings Canyon, which we reached in the evening.

Day 6: The last day we climbed Kings Canyon and walked along the Ridge of the Montain Range. It looks almost like the Grand Canyon. Scenes from the movie Priscilla-Queen of the Desert were filmed there. That’s why one of the places there is called „Priscilla’s Crack“. After the decent we made our long way to Alice Springs (20.000 desert metropole). We could finally get rid of our fly nets.

Welcome to Alice Springs: After grocery shopping we walked to the Todd-River, which rarely ever carries water (usually once a year). Then we visited the Royal Flying Doctor Service-Museum, then we went to ANZAC-Hill to photograph the panorama of Alice Springs.
Tomorrow evening we will make our way to Darwin with The Ghan an old scenic train.

Bisher haben wir ganze 6.900km zurückgelegt! Up to know we have travelled 6.900km!

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